KFO - Kieferorthopädie - Zahnarzt

       

Gemeinschaftspraxis
Dr. Boris Sonnenberg
und Kollegen

Olgastraße 39
70182 Stuttgart
( (0711) 247504
www.kfo-stuttgart.com

 

Verändert sich der Radius eines Rohrs, so verändert sich auch der Strömungswiderstand. In der Physik ist dieser Tatbestand als Hagen-Poiseuille-Gesetz bekannt. Im Alltag macht das ebenso einleuchtende wie unerbittlich gültige Gesetz sich möglicherweise am ehesten nachts bemerkbar: Dann führt die Erschlaffung der Muskeln im Rachenraum und das Zurückfallen der Zunge dazu, daß ihr oberer Atemtrakt eingeengt, die Geschwindigkeit des Luftstroms erhöht und Zäpfchen, Gaumensegel und Schleimhautfalten in Schwingung versetzt werden. Ein Vorgang, der mit dem Alter und der Leibesfülle zunimmt.

In unserer kieferorthopädischen Praxis werden einstellbare, zweiteilige Unterkiefer-Protrusionsschienen verwendet. Wie aus dem Namen schon zu erkennen, ist das Prinzip die Vorverlagerung des Unterkiefers. Die Tendenz des Zungengrunds im Schlaf zur Rückverlagerung und damit verbunden eine Verengung der Atemwege werden so verhindert. Der Unterkiefer wird nach vorne gestreckt, sodaß die Atemwege sich öffnen. Erweitern sich Schlund und Atemwege, dann stimmen die nächtlichen Strömungsverhältnisse wieder.

Für die sichere Verankerung der Schiene müssen mindestens acht eigene Zähne in jedem Kiefer vorhanden sein, der Betroffene darf nicht unter schwerer Parodontose leiden, sein Unterkiefer muß sich ausreichend vorschieben lassen und er muß ganz gewissenhaft Zahnpflege betreiben. Unter diesen Voraussetzungen kann eine solche Schiene „harmlosen“ Schnarchern, die „nur“ die nächtliche Ruhestörung einstellen möchten, aber auch Patienten mit einer Schlafapnoe helfen.

Eine hohe Erfolgsquote haben die zweiteiligen Protrusionsschienen durch eine geringe Eingewöhnungsphase. Ein weiterer Vorteil der Protrusionsschiene ist ein hoher Tragekomfort.

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